Pfarrkirche St. Johannes Mallersdorf

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Am jetzigen Standort der Pfarrkirche wurde erstmals im 12. Jh von den Benediktinermönchen eine Kirche im romanischen Stil errichtet, welche 1177 eingeweiht wurde.  Von einem Umbau im 13. Jh. sind uns noch heute das aus Kalkstein bestehende Westportal und der Südturm erhalten. Um 1460 folgte der Anbau des stattlichen Chorraumes mit dem spätgotischen Chorgestühl von 1469.  Aus dieser Zeit stammen auch die Stuhlwangen des Laiengestühls, die kunstvoll geschnitzte Kreuzgangtüre, die Kanzel und vier Beichtstühle, vermutlich alles Werke eins Laienmönchs aus Mallersdorf.

Ab dem Jahr 1740 erfolgte dann unter Abt Heinrich VI. Widmann eine umfassende barockisierende Umgestaltung.  Das romanische Westportal wurde in einen Polygonvorbau eingefügt. Der bereits im Mittelalter abgetragene Nordturm konnte im 17./18. Jh. wiedererrichtet werden.  Das spätgotische Präsbyterium wurde verlängert und ausgemalt von J.A. Schöpf (1747). Von M. Obermayr aus Straubing stammen der kunstvolle Stuck, der Sakramentsaltar und acht Seitenaltäre (1748).  Vollendung erfuhr das heutige Erscheinungsbild des Kirchenraumes mit dem berühmten Rokoko-Hochaltar von Ignaz Günther (1768). 1776 ergänzte Christian Jorhan die Kanzel mit einem Schalldeckel, gekrönt von einer Figur des hl.  Apostel Paulus und schnitzte das Gehäuse für die von Anton Bayr aus München gebauten Orgel (1783).

Unter Abt Gregor Schwab konnte am 30. 9. 1792  die Kirche in neuem Glanz eingeweiht werden (Urkunde links im Altarraum). Bereits 11 Jahre später mussten die Mönche mit der Säkularisation das Kloster verlassen und das feierliche Chorgebet auf dem Johannisberg verstummte. 

Nachdem der Gebäudekomplex ab 1805 vom Bayerischen Staat u.a. für verschiedene Ämter Verwendung fand, erwarb im Jahre 1869 die Kongregation der Armen Franziskanerinnen aus Pirmasens das einstige Kloster und richtete dort ihr Mutterhaus ein. Schließlich wurden die immer noch im Besitz des Staates verbliebene Kirche der am 18.10.1921 gegründeten Pfarrei Mallersdorf als Pfarrkirche überlassen.

Pfarrkirche Mariä Opferung Westen

Westen Fern
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Westen innen
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Die Pfarrkirche Westen weist mit ihrem 65 Meter hohen Turm ein besonders Erscheinungsbild auf, was ihr mit Recht den Beinamen „Dom des Labertals“ verschaffte. Der heutige Kirchenbau ist im Kern spätmittelalterlich, wobei um 1500 einige Veränderungen vorgenommen wurden. Aus dieser Zeit stammten auch drei der fünf Turmgeschosse, ebenso weist das Langhaus  zahlreiche spätgotische Merkmale auf.
 
Bereits aus dem Jahr 1480 stammt ein ehemaliges Gnadenbild aus Terrakotta, das noch heute Zeugnis von der großen Marienverehrung in Westen gibt. Auch aus dieser Zeit und Relikt der Wallfahrt ist die Rosenkranzbruderschaft der Pfarrei, der heute ca. 25 Mitglieder angehören. 
 
Nachdem im 17. Jh die Benediktiner aus Mallersdorf die Pfarrrechte übernommen hatten, waren diese bemüht, die Kirche neu auszustatten. In der Amtszeit von Abt Heinrich Widmann wurden die beiden Seitenaltäre angeschafft (1741), außerdem erhielt der Turm einen barocken Abschluss mit Zwiebelhaube. 1787 wurde das heutige innere Erscheinungsbild mit dem Hochaltar von Christian Jorhan vollendet. Die barocke Kanzel von Matthias Obermayr war nicht von vornherein vorhanden, sondern konnte 1860 aus der Kirche von Atting bei Straubing erworben werden.